Oktober 1976). Der MSB konnte 1976 als einzige linksextremistische Studentenorganisation deutliche Erfolge in der Mitgliederwerbung aufweisen: Mit 5.300 Mitgliedern
blieb er der stärkste linksextremistische Studentenverband; seine Schwerpunkte liegen an den Hochschulen in Hamburg, Marburg, Bonn und München. Der Anteil
Gruppen oder "Spontis" nennen. Anmerkung: Neben dieser undogmatischen extremistischen Linken gibt es Gruppen, die auf den gleichen Aktionsfeldern -- häufig
wirken, ohne dabei verfassungsfeindliche Ziele zu verfolgen. Die undogmatischen Linksextremisten -- von Anhängern eines "wissenschaftlichen Sozialismus" über Sozialrevolutionäre unterschiedlichster, diffuser Konzeption
Ansatz des Widerstandes vorantreiben. Häufig bilden sie Wohngemeinschaften, betreiben "linke Buchläden" (z. B. "Politischer Buchladen Bochum"), "linke Verlage
bürgerlichen" Staatsapparates nicht möglich (Thesen des SB), will Linkssozialisten außerhalb der SPD, der DKP und der kommunistischen "Studentenparteien" sammeln
auch um die sozialistischen Ansätze in der undogmatischen "Neuen Linken". An einem "Antirepressionskongreß", den das SB zu Pfingsten in Frankfurt
durchführte, nahmen zahlreiche Gruppen und Anhänger der undogmatischen "Neuen Linken" teil. Zahl und Aktivitäten anarchistischer und im terroristischen Vorfeld tätiger
waren die Hochschulen wiederum ein wichtiges Tätigkeitsfeld der "Neuen Linken", deren Anhängerschaft noch immer überwiegend aus Studenten besteht. Während
kommunistischen Studentengruppen der dogmatischen "Neuen Linken" sich weitgehend isolierten und Mitglieder verloren, fanden undogmatische Gruppen zunehmend Anklang. So ging
Repräsentanten verunglimpft werden: Eine undogmatische Gruppe im Heidelberger Wahlbündnis "Linke Liste" -- LILI -- sprach von der "freizeitlich, demagogischen Grundordnung" (FDGO
undogmatischen Gruppen zusammen. Undogmatische Studenten sind sowohl mit anderen Linksextremisten als auch mit demokratischen Studentenverbänden mehrfach Koalitionen eingegangen. Die studentische
Neue Linke" trat auch 1976 für die "Verfaßte Studentenschaft" ein, um diese bei ihrem Kampf gegen den "imperialistischen Staatsapparat" mißbrauchen
kapitalistischen Bildungsreform" zeigten. Um ihre Ziele durchzusetzen, wendeten linksextremistische Studenten, vor allem Anhänger der "Neuen Linken", wiederum Gewalt
dagegen an 10 (1975: 41). Die Arbeit der "Neuen Linken" unter den Schülern kam 1976 fast völlig zum Erliegen. Nachdem
ihrer Betriebsarbeit mußten die dogmatischen Gruppen der "Neuen Linken" empfindliche Rückschläge hinnehmen. Ihre Versuche, die Betriebe zu einer "Burg
September eine Chile-Solidaritätsveranstaltung (2.000 Teilnehmer) -- keine andere linksextremistische Organisation konnte in Hamburg so viele Personen mobilisieren. VII. Gewalt
Terror 1. Bekenntnis zur revolutionären Gewalt Linksextremistische Gruppen aller Richtungen betrachten nach wie vor die "revolutionäre Gewalt" als unvermeidliches
anzuwenden sei. Die kommunistischen Parteien der "orthodoxen" und "Neuen Linken" verwerfen die "Stadtguerilla" als "individuellen Terror", der die Werktätigen abschrecke
Aktionen einiger marxistisch-leninistischer und spontaneistischer Gruppen der "Neuen Linken". Selbst Frankfurter "Spontis" lehnten den "bewaffneten Kampf" hier und heute
sich politisch isoliert. 2. Gewaltsame Aktionen Gruppen der "Neuen Linken", die der Ansicht sind, die Voraussetzungen für den "bewaffneten Kampf
November (20.000 Teilnehmer, darunter etwa 3.000 Linksextremisten) gegen den Bau des Kernkraftwerks in Brokdorf gingen linksextremistische Demonstranten gewalttätig
neben dem inzwischen verhafteten früheren Rechtsanwalt Siegfried HAAG und anderen untergetauchten ehemaligen Mitgliedern linksextremistischer Randgruppen wahrscheinlich auch die Personen, deren
Athen nach Entebbe/Uganda durch ein internationales PFLP-Kommando (vgl. "Linksextremistische Bestrebungen" VII. 3.2.2). Gleichzeitig war ein verstärktes Bemühen des palästinensischen
Maße ist international eine Gefährdung der Sicherheit von iranischen Linksextremisten ausgegangen. In ihrem Kampf gegen
Neuen Linken" und sonstige ihr ideologisch nahestehende Vereinigungen 16.400 (1975: 14.500) sowie auf die Vereinigungen ausländischer Rechtsextremisten
beeinflußten Vereinigungen nach ihrem politisch ideologischen Standort Orthodox"Neue Rechts1974 kommunist. J-inke" extremist. Insgesamt Parteien
dazu beigetragen, auch kleine Gruppen der "Neuen Linken" aktionsfähig zu erhalten und daneben ihren organisatorischen Ausdruck in multinationalen Vereinigungen
Bundesrepublik Deutschland und Westberlin" (GUAS) gefunden. VII. Ausländische Rechtsextremisten und Nationalisten 1. Ostemigration Unter den mehreren hundert Zusammenschlüssen von Ostemigranten
nach 1945 gebildet haben, verfolgen heute nur noch wenige rechtsextremistische Ziele. Der weitaus überwiegende Teil beschränkte sich auf Traditionsund Volkstumspflege
Aufgliederung der Mitglieder rechtsextremistischer und nationalistischer Vereinigungen der Ostemigration Herkunftsland Mitglieder 1976 Vergleichswerte 1975 Jugoslawien 1.270 1.300 Sowjetunion
Vielfaches übersteigt. Gleichzeitig nahm die Aktionsbereitschaft ihrer linksextremistischen Gegner zu. Daraus haben sich zum Teil heftige politische Auseinandersetzungen zwischen Aktivisten
Mädchen, 15 bzw. 17 Jahre alt, die sie als linksgerichtet einordneten. Sie attackierten die jungen Frauen zunächst verbal, dann körperlich
anderen Delikten - geschlossen. 2. Juni: Ein 19jähriger der rechten Szene belästigte einen Passanten, der einen Aufkleber "Nie wieder Faschismus" trug
bereits mehrfach, gemeinsam mit anderen Jugendlichen, "Linke" tätlich angegriffen. 17. Juli: Angehörige der rechten Szene bedrohten die Mutter eines Jugendlichen
sich wegen des Tötungsverbrechens an einem "Rechten" (6. Mai) in Untersuchungshaft befand. 29. Juli: Elf Jugendliche drangen am frühen Morgen
Geraer Wohnhaus ein, weil sie dort Mitglieder der linken Szene vermuteten, die sie verprügeln wollten. Die Bewohner konnten sich über
Altenburg zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Jugendlichen aus der rechten und linken Szene, als etwa 20 Anhänger der rechten Szene
durch die Polizei Waffen sichergestellt.7 21. August: Eine Gruppe "Rechter" wurde beim Besuch eines Erfurter Jugendclubs von anwesenden Punkern angegriffen
dieser Gruppe erlitt Verletzungen. Der Jugendclub wird von überwiegend linksorientierten Jugendlichen und Punkern aufgesucht. 8./9. September: Erneute Auseinandersetzungen
Altenburger Alternativhaus. Jugendliche der rechten Szene zogen vor den Treffpunkt "Linker" und provozierten mit Sachbeschädigungen und Verbalattacken. In der Folge
Kristallisationspunkt, Schauplatz und Objekt zahlreicher ideologischer Auseinandersetzungen zwischen,,Links" und "Rechts" einerseits und der Leitung der Gedenkstätte andererseits. Der Schwerpunkt
Jahrestag der Befreiung des Lagers, in Auseinandersetzungen zwischen Linksextremisten und der Gedenkstättenleitung. Die primär politische Auseinandersetzung um Veränderungen
Gedenkstätte drängte die Sachdiskussion in den Hintergrund. Die rechtsextreme Szene war in Bezug auf Buchenwald weitgehend inaktiv. Eine Neuauflage
erfolgte aufgrund des massiven Polizeiaufgebotes nicht. Störversuche der rechten Szene wurden im Ansatz verhindert, Gegenveranstaltungen scheiterten. als boJet*! i-ebeo
Urhebers, wird derzeit in neonazistischen Kreisen verbreitet. 1.6 Sonstige rechtsextremistische Aktivitäten Aktionen zum 90. Geburtstag HITLERS Aus Anlaß von HITLERS
Jahren vertreibt der Verlag H, F. Kathagen, Witten, rechtsextremistische Bücher, Flugblätter und regelmäßig erscheinende Zeitschriften wie "Mut" und "Unabhängige Nachrichten
Werbeprospekten des Verlags wird versucht, das "Dritte Reich" zu rechtfertigen. Sie offenbaren eine antijüdische Einstellung
Anti-Antifa13 dar. Mit konkreten Aktionen gegen die linke autonome Szene sollen der Zusammenhalt der Gruppen gestärkt und neue Gruppenmitglieder
ihres intensiven Bemühens, die genannten Überlegungen umzusetzen, konnten die rechtsextremistischen Führungsfiguren im Verlauf des Jahres 1995 keine grundlegenden "Erfolge" erzielen
Sicht der Beteiligten) bei der Vernetzung rechtsextremistischer Aktivisten. Sie verstanden es, moderne Kommunikationsmittel - Infotelefone, Computernetze, Mobiltelefone - ihren speziellen Ansprüchen dienstbar
Raum Jena/Saalfeld mehrere Personengruppen festgestellt werden, die der rechten Szene zuzuordnen sind. Insgesamt wurden 40 Personen aus Thüringen, Bayern
genommen. Unter ihnen befanden sich auch mehrere Führungspersonen der rechtsextremistischen Szene. 4. Rechtsextremistische Parteien 4.1 Nationaldemokratische Partei Deutschlands
Aufgabe. In Thüringen werden die REP seit Februar als rechtsextremistische Partei beobachtet. Der Landesverband, dem derzeit
August vier REP-VeranstaltunNach Teiinahmeiusagt namhafter Persönlichkeiten der deutschen Rechten lud das Landesprasidlum Thüringen der Republikaner Patrioten aus anderen Parteien
einem . 1 . Runden Tisch* über die Zukunft der deutschen Rechten. fenort und Erfurt, an denen bis zu Die geschlossene Veranstaltung
besucht. Die Teilnehmer, darunter führende Funktionsträger rechter Parteien, waren sich 50 Personen beteiligt waren. Er nach gründlicher Auasprache einig
Zukunft nur das geschlossene Auftreten der demokratischen Rechten zum parlamentarischen Durchbruch verhelfen könne. Zu diesem Zweck wurde sprach zum Thema
jüngsten Landtagswahlen haben gezeigt: Die potentiellen Wähler sind rechter Zwietrachl ,m parteipolitischen Bereich überdrüssig. Gesein im September erschienenes ringe Stimmenzahlen
für die antretenden Rechtsparteien und Flucht m die Wahlenthaiicng sind die Folge. Man kann nicht glaubhall den Buch "In Acht
sich einig, da3 eine in Zukunft einhctlich aultrelende politische Rechte den zu erwartenden harten vor. Für die Tiefenorter VeranKampl bestehen
Ericige erringen kann. Um die Einheil aller Patrioten (rechtzeitig) vorzubereiten, sollen ab sostaltung warben Plakate, die vom lort nach
solidarisch zu siützen, die auf eine Sammlung der demokratischen Rechten hinwirkt. unterzeichnet waren. Schallt viele .Runde Tische1, damit das Jahr
sowie Funktionäre des DLVH beteiligt. Der lose Zusammenschluß der rechten Gruppierungen tritt auch unter den Bezeichnungen "Freundeskreis - Ein Herz für
Diskussion über die Zukunft der deutschen Rechten vertraten die Teilnehmer einheitlich den Standpunkt, daß ihnen nur die Überwindung der bisherigen
Abgrenzung, ein geschlossenes Zusammenwirken und Auftreten der Rechtsparteien zum parlamentarischen Durchbruch verhelfen könne, ein Vorgehen, zu dem die Bundesführungen derzeit
nicht bereit wären. Um die Sammlung der "demokratischen Rechten" zu unterstüzen, wurde folgerichtig die Schaffung weiterer "Runder Tische" angeregt. Über
offenen Brief vom 25. Mai für einen übergreifenden Konsens rechter Parteien und Gruppierungen aus. Der von der Partei 1990 gefaßte
Abgrenzungsbeschluß habe die gesamte Rechte handlungsunfähig gemacht. Der Bundesvorstand distanzierte sich von diesen Ansätzen nicht nur in einer Pressemitteilung, sondern
gehören bundesweit ca. 15 000 Mitglieder an. Ihre eindeutig rechtsextremistische Ausrichtung ist nicht ausdrücklich im Parteiprogramm verankert. Offen werden
persönliche Freiheitsgewinn, der durch die Zerschlagung der bestehenden Rechtsordnung erreicht werden soll. Als Vorstufe dazu sind, um die "Angreifbarkeit
hinaus sogenannte Infoläden eine zentrale Bedeutung. In ihnen werden linksextremistische Schriften und Flugblätter vertrieben sowie Plakate, die auf aktuelle Aktivitäten
autonomen Spektrums, sondern auch für Angehörige des sonstigen linken Spektrums. Aktionen und Demos werden hier geplant und vorbereitet. Zur Agitation
richteten, und im Hinblick auf bevorstehende Haftprüfungstermine mobilisierte die linksextremistische Szene bundesweit für eine am 16. Dezember in Hamburg geplante
Veranstaltung kam es in Hamburg zu Spontanaktionen Fotos: Linksextremistische Schmierereien in Suhl
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